Zwischen dem 28. September und dem 3. November 1935 fand in Warschau die 9. Internationale Fotoausstellung statt. Präsentiert wurden Werke von Fotografen aus der ganzen Welt. Auch Fotofirmen, darunter Leica, hatten hier ihre Stände. Das Unternehmen von E. Leitz zeigte eine Ausstellung von Fotografien, die mit Hilfe seines führenden Produkts aufgenommen worden waren.

Es war eine besondere Ausstellung. Sie wurde 1933 erstellt und trug den Titel: „Kamera. 100 Vergrößerungen im Format 40×60 cm”. Sie präsentierte Arbeiten deutscher Fotografen, wie Paul Wolff (Frankfurt/M.), Hanns Tschira (Bremen), Alfred Person (Frankfurt/M.), Prof. Stefan Kruckenhauser (Salzburg) und Anton F. Baumann (Wetzlar). Man zeigte sie im In- und Ausland, unter anderem in den USA und Japan. Überall zog sie Besuchermassen an und trug wesentlich zur Popularisierung der Kleinbildfotografie bei.

In den Studien, die der Geschichte von Leica gewidmet sind, wird die polnische Hauptstadt als Etappe der internationalen Reise der Ausstellung „Kamera…” nicht erwähnt. Es ist schwierig herauszufinden, warum. In Polen hat die Ausstellung viel Aufmerksamkeit gefunden. Sie wurde zahlreich besucht und in der Fotopresse kommentiert. Sehr beeindruckend war ein großformatiges Foto von Löwen. 1935 erschien in der 5. Ausgabe des „Fotograf Polski” („Polnischen Fotografen”) ein Katalog zur Ausstellung. In der folgenden Ausgabe der Zeitschrift veröffentlichte Marian Dederko, ein bekannter polnischer Fotograf, einen ausführlichen Bericht über das Ereignis in Warschau. Er widmete der Beschreibung der Ausstellung aus Wetzlar viel Raum. Darin hieß es unter anderem:

Die Firma „Leitz” stellte schön zusammengestellte und sehr interessante Werke aus, die mit dem bekannten „Leica”-Gerät hergestellt wurden. Sie beeindrucken alle mit ihren riesigen Vergrößerungen aus so kleinen Negativen. Wir können dort die Originalwerke sehen, die von (Alfred) Person gemacht wurden und in denen die enormen Vorteile seiner Arbeitsmethode sichtbar sind. Ein Löwenpaar, mit einer so enormen Vergrößerung, dass wir kaum glauben können, wie die Firma behauptet, dass sie im Format 24×35 mm hergestellt sind, hat die Sensation ausgelöst. Jedenfalls ist in dieser Welt alles möglich, wenn sie aus Negativen auf einem so feinkörnigen Film (in diesem Fall Panatomic) hergestellt werden. Auf jeden Fall müssten die Entwicklungsmethoden hier sehr speziell sein, so dass bei einer so hohen Vergrößerung fast gar kein Korn zu sehen ist.

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