Marek Garfinkiel war Ende der 20er und in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ein langjähriger Vertreter von Leica und Voigtländer, zweier wichtiger deutscher Fotounternehmen in Polen. Leider habe ich keine weiteren biographischen Informationen über diesen Unternehmer gefunden. Die polnische Fotopresse veröffentlichte regelmäßig Anzeigen in seinem Auftrag, was auf seine ununterbrochene Tätigkeit auf einem ziemlich schwierigen Markt hinweist.

Eine der Zeitschriften, „Leika w Polsce” („Leica in Polen”), veröffentlichte in der Oktoberausgabe 1938 Fotos vom 10. Internationalen Fotosalon in Warschau. Die Veranstaltung hatte eine gewisse gesellschaftliche Bedeutung. Der Stand von Leica und Voigtländer wurde u.a. von dem damaligen stellvertretenden Außenminister Jan Szembek und seiner Frau besucht. Wir sehen ihn auf dem Foto in der Gesellschaft von M. Garfinkiel.

Wer war der Vertreter von Leica in Polen? Biographische Daten über den Firmenbesitzer sind nicht bekannt. Was geschah mit ihm und seiner Firma nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs? Wenn sich die jüdische Herkunft des Eigentümers des Warschauer Agenturhauses bestätigt, kann man Ernst Leitz etwas anders betrachten. Die Tatsache, dass jüdische Vertreter des Unternehmens im Ausland im Dienst geblieben sind, müsste hier erklärt werden. War der polnische Fall ein Einzelfall? Hat ein solches Verhalten die Aufmerksamkeit der Nazi-Behörden auf sich gezogen?

Ich hoffe sehr, dass entweder deutsche Spezialisten für die Geschichte von Leica oder das Firmenarchiv, das eines Tages endlich den Forschern zur Verfügung stehen wird, Antworten liefern werden. Ich bin auch auf der Suche nach Informationen bei Spezialisten für die Geschichte der Zwischenkriegszeit in Warschau.

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